Chronik der Rendsburger Heinkler

Heinkel Start 1959

Im Jahr 1959 taten sich einige Heinkelfahrer aus dem Raum Rendsburg zusammen, um einen Heinkelclub zu gründen. Zu ihrem 1. Vorsitzenden ernannten sie Lutz Hell.
Der neue Club nannte sich “HEINKELSTAFFEL HOCHBRÜCKE“. Staffel war damals ein gebräuchlicher Name. Hin und wieder tauchte aber auch der Name "Heinkelclub Rendsburg" auf, wahrscheinlich zur besseren Standortbestimmung.
Bei der Gründung waren u. a. dabei: Lutz Hell, Uwe Meyer,
Gottfried Ratje, Wolfgang Werner, Alfred Teich, Uwe Röschmann, Helmut Bethge, K. H. David, J. Dammers, Karl Eichler. Später waren es über 20 Mitglieder.
Im Laufe der Jahre wurden viele Aktivitäten entwickelt und Ausfahrten organisiert bzw. daran teilgenommen, so z.B. in Münster, Köln, Berlin, Bremen und auch Kopenhagen und Amsterdam.
Als Stammtisch diente der Heinkelstaffel die Kneipe Eiderhalle, Rendsburg, wo man sich jeden Freitag traf (Die Eiderhalle gibt es nicht mehr). Da in dieser Zeit Wettbewerbe mit dem Heinkel an der Tagesordnung waren, hatte sich Lutz Hell auf die Sportart „TRIAL“ festgelegt, da er im Gelände super klar kommt. Das brachte ihm dann auch neben einer Vielzahl anderer Pokale den Titel „Norddeutscher Trialmeister“ ein.
Wie damals üblich, strebte jeder nach einem Dach übern Kopf, sprich Auto und so löste sich die Heinkelstaffel 1965/66 langsam auf. Übrigens; Lutz ist auch heute noch ein aktiver Heinkelfahrer. Er war natürlich hocherfreut, dass sich in Rendsburg wieder etwas mit Heinkel tut, damit er sich hier einbringen kann. Die Heinkelroller wurden bei der Werksvertretung Helmut Pahl – auch auf Kredit – gekauft. Er war bekannt für excellenten Service und hatte immer einen guten Rat auf Lager. So hat z.B. unser Heinkelfreund Werner aus Schacht–Audorf seinen 103/A1 auch bei Helmut Pahl gekauft und den fährt er heute noch im Originalzustand. Ein Auto hat Werner nie besessen, es wurde alles mit dem Roller erledigt, das macht er auch heute noch. Auch Lutz hat seine Heinkel bei Helmut gekauft.

Anmerkung zu Helmut Pahl



Helmut Pahl war zur damaligen Zeit ein ganz bekannter Sandbahnfahrer mit einer Zündapp. In der Lindenstraße in Büdelsdorf betrieb Helmut Pahl seit  den 50er Jahren  eine KFZ-Werkstatt mit Verkauf in einem ausgebauten Garagentrakt hinter seinem Haus. Unter anderem kümmerte er sich um folgende Fabrikate: Heinkel Roller+Kabine, Zündapp Motorräder, Vespa Roller, Messerschmitt und als erster die hochdrehenden Honda Motorräder. Anfang der 60er verlagerte er den Betrieb in einen Neubau in die Hollerstaße in Büdelsdorf ; repariert wurde aber weiterhin in der alten Werkstatt. Kurze Zeit später wurde im Neubau ein Renault Autohaus eingerichtet und Reparatur und Verkauf von Heinkel & Co. eingestellt.  (Das Autohaus existiert heute nicht mehr). Die Werkstatträume und das Lager in der Lindenstraße wurden  daraufhin, ohne es leer zu räumen, einfach abgeschlossen, die Ersatzteile wollte zur damaligen Zeit ja eh keiner mehr haben. Anfang der 80er Jahre traf ich Helmut; wir kannten uns durch den Motorsport, bei einer Tour mit meinem Heinkel in Rendsburg (ich war aus Berlin mit Auto + Trailer bei den Schwiegereltern in Westerrönfeld zu Besuch) und er fragte mich, ob ich Heinkelteile gebrauchen kann. Natürlich konnte ich und so räumte ich sein ganzes Lager leer. Hinter diesen Teilen war auch Meller aus Hamburg her, aber dem wollte er sie nicht, aus welchen Gründen auch immer, überlassen. So bin ich zu einer Vielzahl Neuteile  gekommen, mit denen ich auch noch eine Reihe meiner Berliner Heinkelfreunde beglücken konnte.




Heinkel Neustart 1999


Nachdem ich – Manfred Hinz -1999 aus Berlin wieder in meine Heimat Westerrönfeld zurückgekehrt und der Hausumbau abgeschlossen war, habe ich mir eine kleine Werkstatt eingerichtet. Ich musste mich schließlich um die Pflege und Wartung meiner beiden Oldtimer – BMW Schlitzaugencoupe und BMW 700 sowie meinen Heinkelroller – kümmern. Die beiden Autos wurden bald verkauft, so dass ich Zeit für die Heinkelei hatte, denn ich wollte noch 2 in meinem Fundus befindliche zerlegte Heinkel aufbauen. Parallel habe ich versucht, Kontakt zu Heinkelfahrern anhand der HCD Mitgliederliste zu suchen und habe angefangen, eine Website ins Internet zu stellen. Daraus ergaben sich die ersten Kontakte, auch durch den Verkauf der inzwischen neu aufgebauten Roller. Damit einher ging die Reparatur nicht fahrbereiter Heinkel , Wartung und Ersatzteilversorgung in meiner Werkstatt.

Bald waren wir somit eine kleine Gruppe, die die ersten gemeinsamen Ausfahrten unternahmen. Der Internetauftritt wurde auch permanent erweitert und stellte die Aktivitäten unter dem Namen „Heikelfreunde Rendsburg“ dar.  Dann habe ich zum Saisonstart das „Frühstück in Westerrönfeld“ eingeführt, später auch mit einer kleinen Ausfahrt. Desweiteren wurde zum Erfahrungsaustausch ein Stammtisch von mir gegründet, der sich alle 6 Wochen in Kiel traf. Da der Heinkelfahrerkreis  immer größer wurde, wurde auch der Name geändert in „ Heinkelfreunde Rendsburg – Kiel – Plön" . Auf meine Initiative hin, wurde auch das Grünkohlessen mit den Frauen eingeführt- als Dank für Ihr „Heinkelverständnis“. Es wurden auch Poloshits und Sweater mit Logoaufdruck von mir organisiert. In all den Jahren  wurden eine Vielzahl von Ausfahrten und anderen Aktivitäten unternommen (siehe Archiv 2002 bis 2011).
Mit der Größe der Gruppe treten natürlich auch unterschiedliche Auffassungen über Stammtischinhalte, Ausfahrten etc. auf. Und dass hat letztendlich dazu geführt, dass ich die Leitung des Stammtisches und aller Aktivitäten abgegeben habe. So leiten inzwischen andere den Stammtisch und firmieren mit einer eigenen Homepage unter „Heinkelfreunde Kiel“.
Ich selbst habe wieder den Namen „Heinkelfreunde Rendsburg“ aktiviert und werde mit einer kleinen Gruppe interessierter und aktiver Heinkelfahrer, zu der auch wieder Lutz Hell gehört und einigen Motorrad-Oldtimerfahrern  vom ac-Rendsburg –dem ich auch angehöre – eine Vielzahl Aktivitäten (siehe Terminplan) durchführen und auf der Homepage berichten.